SV Hasselbach 1949 e.V.

Geschichte des Vereins

50 Jahre Fußball in Hasselbach

Am 13. Juni 1949 hatten sich im Gasthaus zum Stern in Hasselbach 27 Sportfreunde zur Gründungsversammlung eingefunden. Man beschloss, den SV Hasselbach aus der Taufe zu heben.
 
Folgende Gründer wurden im Protokoll festgehalten:
Theo Müller, Fritz Müller, Heinz Müller, Alwin Fitz, Gerhard Metz, Oskar Staudigel, Fritz Weißenborn, Erwin Pfaff, Bernhard Engelmohr, Ernst Volland, Willi Sölzer.
 
Verstorbene Gründer:
Willi Müller, Walter Müller, Karl Engelmohr, Heinrich Hollstein, August Heiderich, Ludwig Volland, Walter Dietrich.
 
Ausgetretene Gründungsmitglieder:
Herbert Hesse, F. Amthauer, Paul Stranz, Karl Preßler, Karl Hohmann, Heinrich Schilbe, Rudi Schwab, Heinz Zciossek, Heinrich Manns.
 
Folgender Vorstand wurde gewählt:
1. Vorsitzender: Willi Müller, 2. Vors.: Oskar Staudigel, Schriftf.: Paul Stranz, Kassierer: August Heiderich, Sportwart : Oskar Staudigel, Mannschaftsführer: Fritz Weißenborn .
 
Aber nun will ich zunächst einmal auf die Vorgeschichte eingehen. Junge Leute fanden sich nach Feierabend auf dem Holzverladeplatz des Bahnhofes ein, um Fußball zu bolzen. Zwar war der Platz klein, aber das tat der Begeisterung keinen Abbruch. Zunächst wurde mit Gummibällen gespielt, aber schon bald war ein gebrauchter Fußball da, den ein findiger Kopf organisiert hatte. Manch heiße Fußballschlacht tobte bis in die Dunkelheit hinein. Fußballschuhe kannte bzw. hatte keiner. So war nach dem Spiel so manche Blessur zu verzeichnen.

Im ehemaligen "Gasthaus zum Stern" wurde so manches Mal eine Vereinsgründung diskutiert. Aber dabei blieb es vorerst auch. Im Frühjahr 1949 vereinbarte man mit dem damaligen FC Reichenbach, der in der  B-Klasse Witzenhausen eine gute Rolle spielte, ein Freunschaftsspiel. Es ging zwar Mit 3 : 7 verloren, aber der Gegner bescheinigte, dass unsere Mannschaft für den Anfang sehr gut gespielt habe. Ein 2. Spiel gegen Retterode wurde abgeschlossen und diesmal glückte schon ein 2 : 2 Unentschieden. Kurze Zeit später spielte man gegen Hopfelde und verlor 0 : 3. Zu bemerken wäre, dass zu diesem Spiel mit Traktor und Gummiwagen gefahren wurde.

Sportplatz wurde errichtet ( 1949 )
Das größte Problem, ein Sportplatz, war noch nicht gelöst. Nach bangen Verhandlungen erklärte sich der künftige Vereinswirt Ludwig Volland bereit, seine Wiese am Dorfrand für 200,- DM Pacht zur Verfügung zu Stellen. Ein Gesuch wurde an die Gemeinde Hasselbach gerichtet, sich an der Platzpacht zu beteiligen. Sie genehmigte 100,- DM. Der Mitgliederbeitrag wurde auf 1,- DM festgesetzt. Die Aufnahmegebühr betrug 3,- DM . Zu damaliger Zeit war dies ein nicht geringer Betrag. Trikots, Bälle und manch anderes Gerät mußte angeschafft werden.

Aufstieg  in  die  A – Klasse   (  1950 / 51 )
Durch  einige  gute  Neuzugänge  (  3  Gebrüder  Zöllner )  gelang  unserer  Mannschaft  in der  Serie  1950 / 51  der  Gruppensieg  in der  Gruppe  Süd.  Im  Aufstiegsspiel  gegen  den  Nordgruppensieger   Dohrenbach  gelang  auf  eigenem  Platz  nur  ein   1 : 1  Unentschieden.  Aber  im  Rückspiel  auf  des  Gegners  Platz  gelang  ein  großartiger  2 : 0  Sieg.  Der  Jubel  war  groß.  Der  Aufstieg  in  die  A – Klasse – Gruppe  6 (  Eschwege -  Witzenhausen )  war  geschafft.  Vater  des  Erfolges  war  unser  damaliger Trainer  und  Ehrenmitglied  Justus  Schaar.  Er  verstand  die  Jungens  zu  begeistern, sein  großes  Können  weiter  zu  geben  und  die  Mannschaft  immer  richtig  auf  den Gegner  einzustellen. Leider  hatten  wir  einige  gute  Spieler  verloren, so  daß  unsere  Mannschaft  sehr  geschwächt  in  die  A – Klassen  Serie  gehen  mußte.  Niederlage  auf  Niederlage  mußte Hingenommen  werden.  Aber der  gute  Sportgeist  half  über  manche  herbe  Enttäuschung  hinweg.  Hinzu  kam, daß  wir  den  Sportplatz  verloren  und  die  Heimspiele In  Harmuthsachsen  oder  Waldkappel  durchführen  mußten.

Beginn  des  Sportplatzbaues  ( 1952 ) 
Mit  Hilfe  von  Totomitteln  und  Mitteln  der  Gemeinde  wurde  der  Sportplatzbau  in  den  Jahren  1952 / 53  durchgeführt.  4000  qm ³  Erde  wurde  bewegt.  Zwar  machte  der   Wettergott  uns  so  manchen  Strich  durch  die  Rechnung,  denn  er  bescherte  uns  in  diesem  Jahr  einen  regnerischen  Herbst.

Einweihung  des  Sportplatzes   (  1954 )
Im  Jahre  1954  rückte  der  sehnlichst  erwünschte  Zeitpunkt  heran,  an  dem  der  Sportplatz  seiner  Bestimmung  übergeben  werden  konnte.  Die  Gemeinde  stiftete  aus  diesem  Anlass  einen  Wanderpokal,  der  16  mal  ausgespielt  wurde  und  schließlich vom  Tuspo  Ihringshausen  gewonnen  wurde.  

Auch  Tischtennis  wurde  gespielt    (  1955 )
Ab  1955  wurde  auch  Tischtennis  gespielt.  Es begann  sehr  vielversprechend.  Gestützt  auf  einige  gute  Kräfte  ließ  sich  alles  gut  an. Es  wurden  Freundschaftstreffen  mit  damals  gut  renomierten  Vereinen  abgeschlossen  und  gute  Ergebnisse  erzielt.  Leider  schlief  nach  drei  Jahren  dieser  Versuch  wieder  ein,  da  sich  kein  Übungsleiter  fand.  Es  war  ein  guter  Versuch,  der  leider  mißlang.

Sportliche  Begegnungen  mit  Mitteldeutschen  Vereinen   (  1956 / 57 )
Das   Jahr  brachte  uns  die  erste  Begegnung  mit  der  thüringischen  Mannschaft  Traktor  Dachwig  in  Hasselbach.  Das  Spiel  endete  3 : 3  Unentschieden.  Dieser  Verein  vermittelte  uns  den  Verein  Traktor  Döllstedt / Thür. .  Im  August  1956  trat  unsere  Mannschaft  die  3 – tägige  Fahrt  mit  der  Bahn  nach  Döllstedt  an.  Nach  einen  herzlichen  und  großartigen  Empfang  von  Gemeinde, Partei  und  Verein,  fühlten  wir  uns  bald  wie  zu  Hause.  Das  Fußballspiel  wurde  von  unserer  Mannschaft  mit  3 : 2  Toren  gewonnen.
1957  hatten  wir  die  Döllstedter  in  Hasselbach  zu  Gast.  Dank  eines  Zuschusses  durch  den  Bund  konnten  wir  unseren  Gästen  einiges  bieten.  Das  Rückspiel  gewann  unsere  Mannschaft  glatt  mit  3 : 0  Toren.  Eine  kombinierte  Mannschaft   des  SV  Hasselbach  trat  am  2.  Tag  gegen  den  Gast  an  und  verlor  mit  3 : 6  Toren.

Pokalgewinn  (  1958 )
Unsere  Mannschaft  verzeichnete  den  ersten Pokalgewinn  in  seiner  so  jungen  Vereinsgeschichte .  In  Harmuthsachsen  wurde  dieser  Erfolg  erzielt.  Im  Pokalturnier  der  Gemeinde  Hasselbach  wurde  der  2. Platz  errungen.

10 -  jähriges  Bestehen   (  1959 )
Jahre  Fußball  in  Hasselbach !  Diese  10  Jahre  sind  eng  verbunden  mit  unserem  leider  zu  früh  verstorbenen  ehemaligen  1.  Vorsitzenden  und  langjährigen  Ehrenvorsitzenden   WILLI   MÜLLER .
Er  war  der  Mann  der   1.  Stunde.  Seine  Persönlichkeit  prägte  den  Verein.  Aus  gesundheitlichen  Gründen  übergab  er  1959  die  Führung  an  mich,  seinen  langjährigen  engsten  Mitarbeiter.  Wegen  seiner  Verdienste  wurde  Willi  Müller  der  Ehrenvorsitz  angeboten.  Auch  in  diesem  Amt  stand  er  dem  Verein  mit  seiner  Erfahrung  stets  zur  Verfügung.  Am  26.12.1965 verstarb  Willi  Müller  ganz  plötzlich. Der  Verein  nahm  Abschied  einem  großen  Idealisten  und  Freund  des  Fußballsportes.

Oskar  Staudigel

Den  Jungen  zu  Wissen – den  Alten  zur  Erinnerung !

Als  man  mir  die  10  Jahre  Vereinsleben  in  Form  loser  Protokollblätter  in  die   Hände  drückte, mit  der  Bitte, über  die  Jahre  1969 – 1979  einen  kurzen  Bericht  über  den  Verlauf  des  SV  Hasselbach  zu  verfassen, war  ich  gar  nicht  begeistert.  Nachdem  ich  aber  dann  ein  paar  Tage  dahin  ziehen  ließ, hatte  ich  mich  mit  dem  Auftrag  so  langsam  angefreundet. War  ich  doch  gerade  während  dieser  Zeit  auf  dem  sportlichen  Höhepunkt  meiner  seit  1963  bis  heute  ( 36  Jahre )  andauernden  fußballerischen  Tätigkeit  in  unserem  Verein.

Sonne  und  Regen

Zuerst  die  spielerische  Seite :

Es  hat  schöne  Erfolge  gegeben, aber  es  sind  auch  Zeiten  gewesen, die man  sich  besser gewünscht  hätte!
Gleich  zu  Beginn  meines  Berichtzeitraumes  im  Zeitraffer  ist  das  Jahr  1969.  Unser  20 –  jähriges  Jubiläum  galt  es  zu  feiern. Hier  war  es  mit  dem  Sportkameraden  Peter  Staudigel  gelungen, durch  einen  Mitbegründer  des  großen  Hamburger  Sportvereins  Franz  Bunge ( ich  hatte  Ihn  anläßlich  eines  Länderspieles  im  Jahre  1967  in  Hamburg  kennen  gelernt ) , die  I.  Juniorenmannschaft  des  HSV  zu  verpflichten. Obwohl  wir  1 : 5  verloren  haben, war  es  für  uns  Spieler  ein  großes  Erlebnis  gegen  eine  Mannschaft  dieses  großen  Vereins  zu  spielen.
Das  Jahr  1970  stand  im  Zeichen  zweier  Begegnungen  mit  dem  ESV  Mühlheim / Ruhr. Die  Spiele  wurden  mit  4 : 2  und   8 : 3  gewonnen.  In  1971  verloren  wir  jedoch  in  Mühlheim  mit   3 : 4 .
Auch  unsere  II. Mannschaft  spielte  einige  Jahre  eine  gute  Rolle  in  unserem  Vereinsleben. Sie  absolvierte  ein  großes  Freundschaftsspielprogramm  und  die  Spieler  standen  natürlich  auch  in  den  Serienspielen  ihren  Mann.  Unsere  Jugend  spielte  zu  dieser  Zeit  zunächst  mit  Harmuthsachsen  zusammen.  Später kam  noch  Waldkappel  hinzu  ( Spielgemeinschaft   W / H / H  ) .
Im  Jahr  1972  waren  wir  bei  den  Sportfreunden  aus  Anderten  in  Hannover  zu  Gast .  Hier  haben  wir  mit  einer  gemischten  Mannschaft  an  einem  Jubiläumsturnier  anläßlich  deren  50 – jährigen  Vereinsbestehen  teilgenommen. Am  Ende  haben  wir  gegen  eine  AH – Mannschaft  von  Hannover  96  mit  den  ehemaligen  Bundesligaspielern  Fischer  und  Rodekamp  im  Endspiel  knapp  verloren  und  sind  damit  2. Turniersieger  geworden.
Während  dieser  10  Jahre  meiner  Berichterstattung  haben  wir  mit  verschiedenen  Mannschaften  aller  Altersklassen  gegen  unsere  Sportfreunde  aus  Anderten  sowohl  in  Hasselbach  als  auch  in  Anderten  gespielt  und  gemeinsam  viele  schöne  Stunden, die  ich  keinesfalls  missen  möchte, verbracht.  Danke  an  alle  Sportfreunde  aus  Anderten !
Das  Jahr  1974  sollte  uns  Höhen  und  Tiefen  bringen !
Wir  wollten  in  diesem  Jahr  unser  25 – jähriges  Vereinsjubiläum  feiern.  Es  war  der  Höhepunkt  unserer  bis  dahin  noch  jungen  Vereinsgeschichte.
Noch  einmal  war  es  mir  gelungen  die  I. Mannschaft  des  Hamburger  Sportvereins  nach Hasselbach  zu  holen. Mit  Spielern  einer  Stadtauswahl  (  aus  Wehretal, Waldkappel, Harmuthsachsen  und  Hasselbach  )  stellten  wir  uns  dieser  Mannschaft  in  Waldkappel  gegenüber  und  verloren  leider  knapp  mit  3 : 2 .  Für  alle  Spieler  dieser  zusammengestellten  Truppe , besonders  für  die  vom  SV  Hasselbach, war  es  mit  Sicherheit  ein  weiteres  sportliches  Erlebnis  wovon  wir  noch  lange  gezehrt  haben.
Das  Spiel  gegen  die  AH – Mannschaft  aus  Anderten  endete  3 : 3  und  gegen  Oberrieden  verlor  eine  kombinierte  Mannschaft  3 : 4 .  Zum  Festkommers  konnte  unser  1. Vorsitzende  O. Staudigel  viel  Prominenz  begrüßen. Sein  besonderer  Gruß  galt  dem  SchirmHerren  dieser  Veranstaltung  Herrn  Staatsminister  Karl  Hempfler, dem  Kreisbeigeordneten  E. Hofsommer , dem  Stadtrat  der  Stadt  Waldkappel  Herrn  R. Iffert,  Ehrenmitglied   E. Kropf  und  J. Schaar, Kreisfußballwart  des  Kreises  Witzenhausen   Horst  Hannich  sowie  Vertreter  befreundeter  Vereine  und  Verbände.  Leider  mußten  wir  in  diesem  Jahr  durch  Spielermangel  unsere  Selbständigkeit  am  Spielbetrieb  im  Kreis  Witzenhausen  aufgeben  und  mit  unserem  Nachbarverein  Harmuthsachsen  eine  Spielgemeinschaft  eingehen. Mit  3  Herrenmannschaften  und  1  Jugendmannschaft  haben  wir  dann  am  Spielbetrieb  im  Kreis  Eschwege  teilgenommen.
Hier  haben  wir  am  Anfang  mit  wechselnden  Erfolgen  an  den  Rundenspielen  teilgenommen, mußten  aber  später  durch  Disziplinlosigkeit  einiger  Spieler  auch  gewaltige  Rückschläge  einstecken.
Das  Jahr  1975  bringt  uns  einen  Wechsel  in  der  Vereinsführung. Hans  Ganster  übernimmt  das  Amt  von  O. Staudigel  und  dieser  wird   1. Vorsitzender  der  Spielgemeinschaft  H / H .
Im  Jahr  1976  hatten  wir  die  erste  Begegnung  mit  unseren  Freunden  aus  Bernadus  Harzerswoude  in  Hasselbach. In  einem  tollen  Spiel  haben  wir  Bernadus  mit  3 : 2  geschlagen. Seit  diesem  Spiel  haben  in  Abständen  Spiele  beider  Vereine  im  Wechsel  stattgefunden. 
1977  wurde  unser  langjähriger  1. Vorsitzende  O. Staudigel  auf  Beschluß  des  Vorstandes  zum  Ehrenvorsitzenden  des  SV  Hasselbach  ernannt.
In  1979  sollte  noch  ein  Fest  gefeiert  werden. Unser  Verein  bestand  nun  schon  30  Jahre.
Wir  wußten  auch  dieses  Fest  zu  feiern.
In  einem  Freundschaftsspiel  trennten  wir  uns  gegen  die  Sportfreunde  Anderten  mit  2 : 2
und  die  C – Jugend  Harmuthsachsen / Hasselbach  verlor  gegen  die  C – Jugend  aus  Hess. – Lichtenau  mit  2 : 4 . Beim  Festkommers  konnten  wieder  zahlreiche  Ehrengäste  anderer  Verbände  und  Vereine  begrüßt  werden.

Zum  Schluß  meines  Berichtes  über  den  Spielbetrieb  in  den  Jahren  1969 – 1979  möchte ich  noch  eines  hinzufügen. Ich  war  von  Anfang  an – und  das  bis  zum  heutigen  Tage  gern  ein  Hasselbacher  und  habe  unsere  schwarz – gelben  Vereinsfarben  in  all  den  Jahren  in  Würde  getragen  und vertreten.
Ein  Dank  sei  aber  auch  den  Spielern  gesagt, die  in  dieser  Zeit  durch  Aufstellungen  in  verschiedenen  Auswahlmannschaften  wie  zum  Beispiel  die  Teilnahme  bei  der  Stadtaus wahl  Waldkappel, bei  den  Spielen  der  Kreisauswahl  Witzenhausen  und  Eschwege  gegen  Mannschaften  wie  KSV  Baunatal, Bad  Sooden  Allendorf, Melsungen  08,  KSV  Hessen  ,Amateure, CSC  03  Kassel,  usw.  auch  mit  dazu  beigetragen  haben, unseren  Verein  SV  Hasselbach  zu  vertreten. Es  hat  sich  bei  diesen  Berufungen  größtenteil  um  solche  gehandelt, die  nicht  allzu  groß  in  die  Fußballöffentlichkeit  gedrungen  sind, es  aber  für  den  betreffenden  Spieler  eine  Freude  festzustellen, das  man  auf  ihn  aufmerksam  geworden  war.

Schöne  Tage  sollten  überwiegen – und  sie  tun  es  auch, doch  auch  an  Zeiten  von  denen  man  sich  mehr  erhofft  hatte, erinnern  wir  uns  trotzdem  gern.

Wolfgang  Noack

1979 bis 1989 Jahre des Umbruchs

Im Jubiläumsjahr 1979 endete im Jugendbereich mit dem Ausscheiden von Waldkappel die erste der beiden aktuellen Spielgemeinschaften des Hasselbacher Sportvereins. Bereits zwei Jahre später wurde die SG Harmuthsachen/Hasselbach aufgelöst, die zu diesem Zeitpunkt nur noch eine Seniorenmannschaft im Spielbetrieb stellen konnte.
Nach Absprache spielte Hasselbach in der Reserverunde und Harmuthsachsen in der B-Klasse Eschwege. Der Neubeginn war schwierig, der bestehende Spielerstamm reichte nicht aus. Spieler mussten reaktiviert werden bzw. als Neuzugang gewonnen werden. Mit Hans-Joachim Zeul stand ein engagierter  Mannschaftsbetreuer zur Verfügung, der sich mit viel Initiative erfolgreich um den Neuaufbau bemühte.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein wuchs, die Aktivitäten wurden reger und der Verein ging gestärkt aus der Krise hervor. 1983 wurde mit dem Umbau des Spritzenhaus begonnen. Umkleideräume und Duschgelegenheiten wurden in Eigenleistung mit finanzieller Hilfe der Stadt Waldkappel geschaffen. In dieser Zeit entstand auch der heute legendäre Begriff ,,Suffstitz". Wie der Name schon sagt, wurden Kameradschaft und Geselligkeit intensiv gepflegt.

Der Verein entwickelte sich weiter. Neue Mitglieder konnten gewonnen werden, die finanzielle Basis verbesserte sich, weitere Baumaßnahmen schlossen sich an. Erinnert werden soll hier an den  Parkplatzbau, die Errichtung eines Fangzaunes, der Um- und Anbau des Geräteschuppens, die Neuverlegung der Drainage, die Errichtung einer Turnierleitung, den Bau eines Spielplatzes und den Austausch der Fußballtore, allesamt am und auf dem Sportplatz.

Wichtiger für den Verein aber waren die stärkere Einbeziehung der passiven Mitglieder, der Ehefrauen und Freundinnen der Spieler und der Kinder der Vereinsmitglieder. Der Fußball stand zwar nach wie vor im Mittelpunkt, doch die Gestaltung des Umfeldes wurde immer weiter forciert. Die Früchte konnten dann erstmals 1988 mit der Gründung der Freizeitsparte und der Wiedergründung einer Jugendabteilung  geerntet  werden.

Wie bedeutend die neue Ausrichtung für den Vereins war, konnte dann erstmals 1987 festgestellt werden, als der Hessische Fußballverband die Reservemannschaften in Konkurrenz spielen ließ. Die Reserven der größeren Vereine wurden damit deutlich aufgewertet und spielten nun gleichklassig mit den kleinen Vereinen. Die Argumente für einen Spielerwechsel zu einem kleinen Verein waren um die Variante ,,sportlich verbessern" ärmer. Da die frühere Treue zum örtlichen Sportverein in dieser Zeit ihre Wirkung eingebüßt hatte, waren und sind Vereine wie der SV Hasselbach immer auch auf auswärtige Spieler angewiesen. Wenn aber die sportliche Begründung nicht mehr ausreicht, kann eine Bindung oder die Gewinnung eines Spielers nur durch die Rahmenbedingungen ,,neben" dem Fußball entschieden werden. Hiermit ist ausdrücklich keine Bezahlung mit gemeint. Spielbetrieb in Vereinen und Orten der Größenordnung Hasselbachs ist seit dieser Zeit nur noch möglich, wenn ein entsprechendes Umfeld vorhanden ist.

Die Spielserien 81/82 und 82/83 bestritt der SVH in der Reserverunde Eschwege und musste dann in der Serie 83/84 auf Beschluss des Fußballkreises mit einer jungen Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren in der B-Klasse Eschwege antreten. Nach Ende der Serie wurde der 14. Tabellenplatz belegt. In der Serie 84/85 belegte die Mannschaft einen guten 11. Platz, der in der nächsten Saison noch um einen Platz verbessert werden konnte.

In der Serie 86/87 konnte erstmals wieder eine 2. Mannschaft für den Spielbetrieb gemeldet werden, die einen ausgezeichneten 10. Platz  erreichte. Durch Satzungsänderung musste unsere  1. Mannschaft als Vorletzter leider den Weg in die neugegründete C-Klasse gehen.
Nachdem der Abstieg des SVH 86/87 am grünen Tisch entschieden wurde, nahm der Verein diese Chance aufgrund eines Satzungsfehlers des Hessischen Fußballverbandes auch wahr und ,,bestrafte" den Verband trotz eines nur 5. Tabellenplatzes mit dem Wiederaufstieg. Die 2. Mannschaft konnte nicht an die Erfolge des Vorjahres anschließen und belegte nur den vorletzten Platz.

Leider musste in der nächsten Serie wieder Abschied aus der B-Klasse genommen werden.

In diesen 10 Jahren wurden auch die bestehenden Freundschaften mit unseren Freunden in Hazerswoude, Anderten und Brochthausen gepflegt und ausgebaut. Erinnern will ich an das große Freundschaftstreffen 1986 in Hasselbach, dass eindrucksvoll in Erinnerung bleiben wird. Und unvergessen wird auch das Fest zum 40-jährigen Jubiläum des Sportvereins 1989 bleiben.

All die anderen Veranstaltungen, die neu oder in geänderter Verfassung stattgefunden haben, wie Dorffeste, Wintervergnügen, Kindervergnügen, Fahrten usw. sollen hier nicht weiter verfolgt werden.

Bleibt zu hoffen, dass der Verein auch weiterhin Zeitströmungen erkennt, analysiert und umsetzt, dann werden wir noch viele erfolgreiche Jahre des SV Hasselbach erleben.

Günter Mengel

Rückblick des SV Hasselbach 1949 e. V.
                                            1988-1999

 

Anbei darf ich Karl- Bernhard Wennemuth, zur  Zeit  1. Vorsitzender des SV Hasselbach,  die vergangenen 10 Jahre Geschichte unseres Vereins aufarbeiten.
Ich möchte diese Jahre aus meiner heutigen Sicht und eigener Meinung beleuchten. Auch darf ich mich für die gute Zusammenarbeit sei es mit der Freizeitsparte, den Seniorenspielern, den  Vorstandsmitgliedern, der Jugendabteilung und allen sonstigen Vereinsmitgliedern bedanken.  1989 feierte der SV Hasselbach sein  40 jähriges Bestehen. Das Fest war ein großer Erfolg.  Aber auch ein Wermutstropfen kam, bei unserer Jahreshauptversammlung 1989 hinzu.
Es konnte kein 1. Vorsitzender gefunden werden.
Hierzu bedurfte es erst einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, bei der schließlich  der alte 1. Vorsitzende, der neue 1. Vorsitzende wurde, Horst Dippel.

Leider standen uns ein Jahr später schon wieder Vorstandswahlen ins Haus.  Der gesamte engere Vorstand war zurückgetreten. Ein neuer 1. Vorsitzender Günter Mengel   und 2. Vorsitzender Joachim  Zeul leiteten fortan die Vereinsgeschicke,  allerdings auch nur ein Jahr bis 1991. Wieder war der Vorstand zurückgetreten.
Auf der Jahreshauptversammlung wurde wieder kein 1. Vorsitzender gefunden. Es bedurfte zwei weiterer Versammlungen bis sich ein Vereinsmitglied, unser allseits geschätzter Sportkamerad Hans Ganster  bereit fand .
Er stand dem Verein volle zwei Jahre mit mir als 2. Vorsitzenden zur Verfügung. Ab 1993 stehe ich nun als 1. Vorsitzender, Horst Dippel als 2. Vorsitzender und  ab 1995 nach Satzungsänderung Ottomar  Mühlhausen als 3. Vorsitzender dem Verein vor.
Auch im Jugendbereich wurde in den letzten 10 Jahren dank eines Kindersegens  in Hasselbach, wieder intensiver gearbeitet.

So wurde 1989  eine JSG mit Hopfelde Hollstein gegründet, man meldete eine D,-E- und F Jugend.
1991 kam mit der SG Meißner und VFB Rommerode zwei weitere Vereine hinzu. Es wurde die JSG Meißner- Rommerode - Hasselbach gegründet.
1993 verließ der SV Hasselbach die JSG und gründete mit dem TSV Waldkappel, der SG Schemmergrund und dem SVF Harmuthsachsen, die heute noch bestehende  JSG Waldkappel.
Auch wechselten die Jugendleiter häufig, über Günter Mengel, Wolfgang Noack, Volker Umbach
und ab 1993 Karin Mühlhausen. Die einzigen Vorstandsposten die über diesen Zeitraum stabil blieben, waren die des Kassierers Peter Zschaler und Schriftführers Rainer Schaar.
Auch unsere neu gegründete Freizeitsparte bestimmte immer mehr im positiven Sinne  unser ein bisschen eingestaubtes Vereinsleben.
Von damals 9 Frauen stieg die Mitgliederzahl auf heute 31 an.
Auch Baumaßnahmen wurden zum Teil mit der Stadtverwaltung und vielen  freiwilligen  Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder durchgeführt.
So konnte 1989 ein Ballfangzaun  auf unseren Sportplatz fertiggestellt werden.  1991 wurde unser neues Vereinsheim zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Hasselbach eingeweiht.
1994 sanierte die Stadt Waldkappel unseren Waldsportplatz und in Eigenleistung wurde der hiesige Festplatz zum Trainings- und Bolzplatz umgebaut.
Im Jahr 1997 stellte uns die Stadt Waldkappel einen Aufsitzmäher zu Verfügung. Die Pflege des Sport- und Trainingsplatzes wurde ab Dato selbst durchgeführt.
Auch im sportlichen Bereich gab es Höhen und Tiefen.
Man stieg von der Kreisklasse B in die Kreisklasse C ab und wieder auf in die Kreisklasse B, wieder ab in die Kreisklasse C und seit der Serie 96/97 spielen wir wieder in der Kreisklasse B. 1997 /1998 konnte sogar wieder eine 2. Mannschaft gemeldet werden.
Auch der Umgang mit unseren befreundeten Vereinen ist recht positiv. 1989 wurde unsere Freundschaft mit Döllstädt , nach der Grenzöffnung wieder aufgenommen. Bei der ersten Fahrt nach Döllstädt fuhren so viele Vereinsmitglieder mit , daß  ein großer Bus nicht ausreichte. Dagegen mußte eine Fahrt nach Holland mangels Beteiligung abgesagt werden.
Dank persönlichen Einsatzes von Vorstandsmitgliedern wurde dieselbiege an einem späteren Termin nachgeholt.
Mit Hannover Anderten verbinden uns alle Freundschaften und im Moment eine starke Jugendarbeit.
Auch Brochthausen möchte ich hier erwähnen, es gab und gibt hoffentlich wieder viele Sport- und kameradschaftliche Begegnungen.
Auch ein besonders tragischer Todesfall ist zu beklagen.
1990 starb unser Sportkamerad Jürgen Mai während eines Fußballspieles auf dem Sportplatz in Döllstädt.
Wir werden ihn nie vergessen.
Entscheidende Eckpunkte in der Vereinsgeschichte des SV Hasselbach 1949 e. V.
der letzten 10 Jahre möchte ich hier noch einmal herauskristallisieren.

Gründung der Freizeitsparte
Der Bau unseres Vereinsheims
Neufassung unserer Satzung
Die sehr gute Jugendarbeit der letzten 10 Jahre
Das Vertrauen der Seniorenspieler zu unserem Verein und unsere Kameradschaft.


Ich darf unserem Sportverein alles erdenklich Gute für die Zukunft wünschen


                                        Karl-Bernhard Wennemuth
                                             1. Vorsitzender